Teleskopprothesen im Detail
Das Prinzip der Doppelkrone (Teleskop)
Das Geheimnis des festen Halts liegt in der präzisen Technik. Es werden zwei Kronen übereinandergesetzt – wie bei einem Teleskopstab:
Innenkrone: Die eigenen Zähne erhalten dünne Gold- oder Zirkonkappen (fest einzementiert)
Außenkrone: In die Prothese sind passgenaue Gegenstücke eingearbeitet. Beim Einsetzen gleiten diese beiden Teile reibungslos ineinander und sorgen für einen sicheren Halt ("Friktion").
Erweiterbar bei Zahnverlust – die nachhaltige Lösung
Ein entscheidender Vorteil gegenüber anderen Prothesen: Sollten Sie im Laufe der Jahre weitere eigene Zähne verlieren, müssen wir meist keinen neuen Zahnersatz anfertigen. Die Teleskopprothese lässt sich einfach erweitern und an die neue Situation anpassen. Das spart langfristig Kosten und Nerven.
Gleichmäßige Kraftverteilung
Die Konstruktion sorgt dafür, dass die Kaukräfte gleichmäßig auf die verbliebenen Zähne verteilt werden. Das schont die Pfeilerzähne und kann deren Lebensdauer verlängern. Anders als bei Klammerprothesen entstehen keine punktuellen Belastungen.
Tragekomfort und Gaumenfreiheit
Da Teleskopprothesen sehr fest sitzen, können wir im Oberkiefer oft auf eine große Gaumenplatte verzichten oder diese sehr grazil gestalten. Das bedeutet: Mehr Geschmack beim Essen und eine deutlich klarere Aussprache. Viele Patienten berichten, dass sie sich schnell an das Tragen gewöhnen.
Reinigung und Hygiene
Der Zahnersatz ist herausnehmbar. Das erleichtert die Pflege enorm: Sie können sowohl die Prothese als auch Ihre verbliebenen Zähne ("Pfeilerzähne") rundherum perfekt putzen. Das beugt Karies und Parodontitis vor und verlängert die Haltbarkeit Ihrer eigenen Zähne.
Für wen sind Teleskopprothesen geeignet?
Diese Versorgung ist ideal, wenn Sie noch einige eigene Zähne (Restgebiss) haben, die aber für eine feste Brücke nicht mehr ausreichen oder ungünstig verteilt sind. Wir prüfen in einer individuellen Beratung, ob Ihre Zähne als Pfeiler stabil genug sind.